Ein etwas anderer Schultag…
Am Dienstag, dem 29.09.2026, fuhren alle Siebtklässler der Paul-Fleming- Oberschule mit ihren Klassenlehrern, unserem Schulassistenten und Frau Eckert zum Filmfestival Schlingel. Auf diesen Tag freuten wir uns schon lange, da nicht Deutsch, Mathe oder Englisch auf dem Stundenplan standen, sondern wir uns im Kino einen Film anschauen durften. In Gruppen aufgeteilt, trafen wir uns Hartenstein und fuhren mit Bus oder Bahn nach Zwickau. Im Kino angekommen, rüsteten wir uns mit Popcorn, Nachos und Cola aus und hatten unserem Sitznachbarn so einiges zu erzählen. Die Gespräche verstummten jedoch wenige Augenblicke nach dem Start des Films, weil uns die Handlung von Beginn an beeindruckte: Die Schulfreunde Dylan und Youssef waren beide begeisterte Fußballer und kickten in jeder freien Minute. Dylan galt als der Beste in seinem Verein und hatte das Ziel, Profi zu werden. Ein schwerer Verkehrsunfall durchkreuzte seine Pläne und fesselte ihn an den Rollstuhl. Ergreifend zu sehen, welchen Herausforderungen sich der Junge stellte, um seinen Traum nicht aufzugeben. Das erhoffte Happyend blieb jedoch aus. Seine Querschnittslähmung zwang ihn, die Fußballschuhe für immer an den Nagel zu hängen. Er musste lernen zu akzeptieren, dass er nie wieder auf dem Rasen stehen wird, um Tore zu schießen.
Ein sehenswerter, emotionaler Film, der ein schweres Schicksal beleuchtet, aber nicht nur traurig war. Trockener Humor und schonungslose Ehrlichkeit brachten uns auch manchmal zum Lachen. Die Botschaft, dass das Leben schön sein kann, auch wenn geplante Wege verlassen werden müssen, wurde deutlich. Wichtig ist, dass am Straßenrand Menschen stehen, auf die man sich verlassen kann.
Im Anschluss an die Vorstellung erfolgte eine kurze Auswertung. Schüler und Lehrer waren gleichermaßen berührt. Sehr wahrscheinlich hat der Film bei manch einem dazu beigetragen, über hingenommene Selbstverständlichkeiten und über die wirklich wichtigen Dinge im Leben nachzudenken. Nach einem kurzen Aufenthalt in den Zwickau Arcaden und mit diesen Eindrücken im Gepäck haben wir unseren Heimweg angetreten. Deutsch, Mathe und Englisch sind zwar heute ausgefallen, aber etwas fürs Leben haben wir auf jeden Fall gelernt.
Brigitte Junghänel
im Namen der Klassenlehrer und Schüler der Klassen 7a, 7b und 7c
